RUN FOR HELP 2011 - Trotz widrigen Wetters ein Erfolg

(Ka) Der zwölfte „RUN FOR HELP“ in Bad Lippspringe hatte vor allem mit dem Wetter zu kämpfen. 1.228 Läufer ließen sich aber auch von Regenschauern und Sturmböen nicht abschrecken.
Das sind zwar etwa 120 weniger als 2010. Dank fleißiger Sponsorenhilfe konnte der Spendenerlös in Höhe von insgesamt 12.000 Euro aber wiederholt werden. „Mit dieser stolzen Summe lässt sich auch in der Zukunft das ein oder andere Projekt realisieren“, zeigte sich Vereinsvorsitzender Meinolf Witte überzeugt.

Der Lauf startete mit einer Überraschung. Schirmherrin Verena Bentele gab den Startschuss zum 24-stündigen Laufevent erstmals nicht live, sondern per Videobotschaft. Umso gefeierter ihr Auftritt am Sonntag, als die mehrfache Paralympicsiegerin selbst einige Runden im Arminiuspark absolvierte. Viele Kinder und Jugendliche begleiteten die Spitzensportlerin auf der 620 Meter langen Strecke. Im anschließenden Interview gab sich die 29-Jährige auskunftsfreudig wie schlagfertig. So erfuhren die Zuhörer, dass Bentele auch über einige Marathon-Erfahrung verfügt: „Den letzten habe ich in einer Zeit von drei Stunden und 50 Minuten absolviert.“ Den Organisatoren des „RUN FOR HELP“ bescheinigte sie hervorragende Arbeit: „Dieser Wohltätigkeitslauf ist wirklich vorbildlich.“

Von Beginn an im Teilnehmerfeld mit dabei war Wolfgang Hackauf. Der Ultra-Läufer legte selbst in der Nacht nur kurze Erholungspausen ein. Insgesamt 131 Kilometer wurden am Ende für ihn notiert. Der 54-Jährige ist somit bester Einzelstarter. Bei den Gehern setzte Horst Hirsch wieder die Bestmarke des 24-stündigen Events. Überzeugen konnten auch die Mannschaftsleistungen. Wie in den vergangenen Jahren gaben die örtlichen Kindergärten und Schulen ein starkes Bild ab. Ihren Titel verteidigen konnte die Concordia-Grundschule, die 255 Teilnehmer ins Rennen schickte. Das Team absolvierte insgesamt 1.288 km.

Der „RUN FOR HELP“ ist längst mehr als eine reine Laufveranstaltung. Zum zweiten Mal startete im Arminiuspark auch eine Gruppe von etwa 12 Marathon-Bikern. Vor ihnen lag eine etwa 60 km lange Strecke, die mit 1.000 Höhenmeter forderten den gut trainierten Teilnehmern einiges abverlangte. Ziel der von Thomas Kramer ausgearbeiteten Viadukt-Route war der knapp 470 Meter hohe Velmerstot. „Der wunderschöne Panoramablick von dort aus und das großartige Gemeinschaftserlebnis werden in Erinnerung bleiben“, so Kramer bei der Rückkehr gegen 18.10 Uhr. Wenige Minuten später zog ein kurzes, aber heftiges Gewitter über Bad Lippspringe hinweg. Leidtragende waren nicht nur Läufer und Besucher, sondern auch der Kolping-Musikverein, der seinen Auftritt abrupt abbrechen musste.